Ein innenliegendes Bad ohne Fenster ist platzsparend, stellt aber eine Herausforderung dar: Die feuchte Luft nach dem Duschen kann nicht einfach hinausgelüftet werden. Ohne durchdachte Belüftung droht Schimmel. Mit den richtigen Maßnahmen bleibt die Luft trotzdem frisch und trocken.
Der Lüfter ist das Herzstück
In fensterlosen Bädern übernimmt ein Ventilator den Luftaustausch. Lassen Sie ihn nicht nur während, sondern vor allem nach dem Duschen laufen – mindestens zehn bis zwanzig Minuten, bis die Feuchtigkeit abgeführt ist. Ein Modell mit Nachlauf oder Feuchtigkeitssensor schaltet sich automatisch zur richtigen Zeit ab. Reinigen Sie das Gitter regelmäßig, denn Staub mindert die Leistung erheblich.
Luft muss nachströmen können
Ein Lüfter funktioniert nur, wenn frische Luft nachkommt. Sorgen Sie für einen Spalt unter der Tür oder ein Lüftungsgitter, damit ein Luftstrom entsteht. Bei geschlossener, dichter Tür dreht sich der Ventilator sonst weitgehend im Kreis.
Feuchtigkeit aktiv reduzieren
- Duschwände und Fliesen abziehen, um stehendes Wasser sofort zu entfernen
- Tür nach dem Duschen offen lassen, sobald der Lüfter durchgelaufen ist
- Handtücher außerhalb trocknen, nicht im feuchten Raum
- Kürzer und nicht zu heiß duschen – das senkt die Dampfmenge
Hilfsmittel gegen Restfeuchte
Ein kleines Hygrometer zeigt, ob die Maßnahmen greifen. Bleibt die Luftfeuchte hartnäckig hoch, kann ein Luftentfeuchter helfen, die Spitzen abzufangen. Pflanzen, die Feuchtigkeit mögen und mit wenig Licht auskommen, wie Farn oder Efeutute, verbessern nebenbei das Raumgefühl.
Wärme nicht vergessen
Halten Sie das Bad gleichmäßig temperiert. An kalten Flächen schlägt sich Feuchtigkeit besonders leicht nieder. Ein durchgehend leicht beheiztes Bad trocknet schneller ab als ein kaltes.
Ein Bad ohne Fenster verlangt etwas mehr Disziplin, aber kein Wunderwerk. Mit einem gut gewarteten Lüfter, nachströmender Luft und der Gewohnheit, Wasser gleich abzuziehen, bleibt auch das innenliegende Bad dauerhaft trocken und frei von Schimmel.