Ein begehbarer Kleiderschrank gilt als Luxus, ist aber oft schon auf wenigen Quadratmetern machbar. Eine ungenutzte Nische, ein Stück Flur oder ein kleines Zimmer lassen sich in eine übersichtliche Ankleide verwandeln – mit cleverer Planung mehr Stauraum als jeder Schrank.
Den Raum finden
Schon eine tiefe Nische, das Ende eines Flurs oder eine abgetrennte Schlafzimmerecke genügt. Selbst ein Raum unter einer Dachschräge eignet sich, wenn man die niedrigen Bereiche klug für Schubladen und Schuhe nutzt. Wichtig ist eine Mindesttiefe, damit Kleidung quer hängen kann, und genug Platz, um sich zu drehen.
Offene Systeme sparen Platz
Statt sperriger Schränke mit Türen, die Platz zum Öffnen brauchen, nutzen Sie offene Regal- und Stangensysteme an der Wand. Sie reichen bis unter die Decke und machen jeden Zentimeter nutzbar. Modulare Systeme lassen sich genau an den Grundriss anpassen.
In die Höhe und Tiefe planen
- Doppelte Kleiderstangen übereinander für kurze Teile verdoppeln den Platz
- Auszüge und Schubladen für Kleinteile und Wäsche
- Schrägen und Ecken für Schuhe und Boxen nutzen
- Oben Saisonales in beschrifteten Boxen
Licht und Übersicht
Gute Beleuchtung ist in der Ankleide entscheidend, denn ohne Tageslicht erkennt man Farben schlecht. Setzen Sie auf helles, neutrales Licht, idealerweise mit LED-Streifen an den Stangen. Ein Spiegel – am besten in voller Länge – gehört dazu und lässt den kleinen Raum zugleich größer wirken.
Ordnung als Voraussetzung
Eine offene Ankleide funktioniert nur mit Disziplin, denn alles ist sichtbar. Sortieren Sie nach Kategorien und Farben und misten Sie regelmäßig aus. Was schön präsentiert ist, motiviert dazu, die Ordnung zu halten.
Eine eigene Ankleide ist kein Frage der Quadratmeter, sondern der Planung. Mit offenen Systemen, durchdachter Höhennutzung und gutem Licht wird aus einer vergessenen Ecke ein Ort, an dem das morgendliche Anziehen plötzlich Freude macht.