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Fenster abdichten gegen Zugluft: Wärme halten ohne neue Fenster

Fenster abdichten gegen Zugluft: Wärme halten ohne neue Fenster

Ein älteres Fenster muss nicht gleich ausgetauscht werden, nur weil es zieht. Oft sind es undichte Dichtungen oder ein verzogener Flügel, die für kalte Füße und hohe Heizkosten sorgen. Die meisten Probleme lösen Sie an einem Nachmittag für wenige Euro.

Erst die Schwachstellen finden

Bewegen Sie eine brennende Kerze langsam am geschlossenen Fenster entlang. Flackert die Flamme, strömt dort kalte Luft ein. Häufige Stellen sind die untere Flügelkante und die Ecken. Wer es genauer mag, klemmt ein Blatt Papier in den geschlossenen Flügel: Lässt es sich herausziehen, ist die Dichtung zu schwach.

Das passende Dichtungsband wählen

  • Schaumstoffband für schmale Spalten – günstig, aber kurzlebig
  • Gummiprofile (E-, P- oder D-Profil) je nach Spaltbreite, deutlich haltbarer
  • Bürstendichtungen für Schiebefenster und größere Fugen

Messen Sie die Spaltbreite mit etwas Knetmasse: hineindrücken, herausnehmen, Dicke messen. So treffen Sie das richtige Profil auf Anhieb.

Schritt für Schritt abdichten

Reinigen Sie den Falz gründlich, denn das selbstklebende Band hält nur auf fettfreiem, trockenem Untergrund. Kleben Sie das Profil in einem Zug ein, ohne es zu dehnen, und drücken Sie es fest an. In den Ecken schneiden Sie auf Gehrung, damit keine Lücke bleibt.

Die oft vergessene Stelle

Auch der Übergang zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk kann undicht sein. Bröckelnde Fugen dichten Sie mit Acryl ab, das sich später überstreichen lässt. Bei Rollladenkästen hilft eine Dämmmatte gegen die Kältebrücke.

Lüften nicht vergessen

Ein gut abgedichtetes Fenster spart Energie, verändert aber den Luftaustausch. Lüften Sie deshalb bewusst zwei- bis dreimal täglich für einige Minuten stoßweise – das beugt Feuchtigkeit und Schimmel vor.

Mit Material für unter zwanzig Euro lässt sich der Wärmeverlust an einem zugigen Fenster spürbar senken. Die kalte Ecke am Schreibtisch verschwindet, und die Heizung muss weniger arbeiten – ein Effekt, den Sie schon in der ersten Frostwoche bemerken.