Mit der Zeit werden Fliesenfugen grau, bröckeln oder verfärben sich – und lassen das ganze Bad alt aussehen, obwohl die Fliesen noch tadellos sind. Die Fugen zu erneuern ist ein überschaubares Projekt, das einem Raum erstaunlich viel Frische zurückgibt.
Wann sich das Erneuern lohnt
Verfärbte, aber intakte Fugen lassen sich oft schon mit einer gründlichen Reinigung aufhellen. Sind die Fugen jedoch rissig, bröckelig oder lösen sich, hilft nur das Erneuern. Besonders im feuchten Bad ist eine dichte Fuge wichtig, damit kein Wasser hinter die Fliesen dringt.
Alte Fugen entfernen
Kratzen Sie die alte Fugenmasse mit einem Fugenkratzer oder einem speziellen Aufsatz für die Bohrmaschine heraus – mindestens zwei bis drei Millimeter tief, damit die neue Masse gut hält. Arbeiten Sie sorgfältig, um die Fliesenkanten nicht zu beschädigen. Saugen Sie den Staub anschließend gründlich ab.
Das brauchen Sie
- Fugenkratzer zum Entfernen der alten Masse
- Fugenmasse im passenden Farbton
- Ein Gummiwischer (Fugbrett) und einen Schwamm
- Eimer mit Wasser zum Abwaschen
Neu verfugen
Rühren Sie die Fugenmasse nach Anleitung an. Tragen Sie sie mit dem Gummiwischer diagonal über die Fugen auf und drücken Sie sie satt hinein, sodass keine Hohlräume bleiben. Ziehen Sie überschüssiges Material gleich diagonal ab. Nach kurzem Antrocknen waschen Sie den Schleier mit einem gut ausgewrungenen Schwamm in kreisenden Bewegungen ab – nicht zu nass, sonst spülen Sie die Fuge wieder aus.
Eck- und Dehnungsfugen
Die Fugen in Ecken und am Übergang zur Wanne werden nicht mit Fugenmasse, sondern mit dauerelastischem Silikon gefüllt. Diese flexiblen Fugen fangen Bewegungen auf und reißen sonst. Altes Silikon entfernen Sie komplett und ziehen es frisch ab.
Erneuerte Fugen lassen ein Bad wirken wie frisch renoviert – zu einem Bruchteil der Kosten. Mit etwas Geduld beim Auskratzen und sauberem Verfugen erstrahlen die alten Fliesen wieder, und der Raum gewinnt spürbar an Frische.