Kaum ein Raum ist so schimmelgefährdet wie das Bad. Warme, feuchte Luft trifft auf kühle Fliesen und Fugen – ideale Bedingungen für die schwarzen Sporen. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich Schimmel fast vollständig verhindern.
Feuchtigkeit muss raus
Nach jedem Duschen oder Baden steht viel Wasser in der Luft. Lüften Sie deshalb sofort kräftig durch – Fenster weit auf für einige Minuten, nicht nur kippen. Hat das Bad kein Fenster, läuft der Lüfter mindestens zehn bis fünfzehn Minuten nach. Lassen Sie die Tür dabei geschlossen, damit die feuchte Luft nicht in die Wohnung zieht.
Wasser direkt entfernen
- Duschwände abziehen mit einem Abzieher nach jedem Duschen
- Fliesen und Armaturen trocken wischen, wo sich Wasser sammelt
- Nasse Handtücher nicht im Bad trocknen lassen, sondern aufhängen, wo Luft zirkuliert
Die Schwachstellen kennen
Silikonfugen und Eckverbindungen sind die ersten Opfer. Halten Sie sie trocken und sauber. Werden die Fugen dauerhaft dunkel, hilft nur, das alte Silikon zu entfernen und neu zu verfugen – ein nachmittagsfüllendes, aber lohnendes Projekt. Auch hinter dem Waschtisch und unter losen Fliesen lauert oft verborgene Feuchtigkeit.
Richtig heizen
Ein kaltes Bad begünstigt Schimmel, weil sich Feuchtigkeit an kühlen Flächen niederschlägt. Halten Sie den Raum gleichmäßig temperiert, statt ihn ganz auskühlen zu lassen. Ein Hygrometer zeigt, wann die Luftfeuchte zu hoch wird – über 60 Prozent sollte sie nicht dauerhaft liegen.
Wenn doch Schimmel auftritt
Kleine Stellen können Sie selbst behandeln. Wichtig ist, die Ursache zu finden und abzustellen, sonst kommt der Schimmel zurück. Großflächiger Befall, besonders an Wänden, gehört in fachkundige Hände, weil er bis ins Mauerwerk reichen kann.
Schimmel im Bad ist kein Schicksal, sondern fast immer eine Frage der Lüftung und der täglichen Routine. Wer nach dem Duschen kurz abzieht und ordentlich lüftet, spart sich den Kampf gegen schwarze Flecken – und atmet gesündere Luft.