Viele Hobbygärtner warten mit dem Pflanzen bis zum Frühling – und verschenken damit einen ganzen Wachstumsvorsprung. Der Boden ist im Oktober noch warm, die Luft bereits kühl: ideale Bedingungen, damit Stauden in Ruhe Wurzeln schlagen.
Warum der Herbst im Vorteil ist
Im Frühjahr muss eine frisch gesetzte Pflanze gleichzeitig Wurzeln, Blätter und Blüten bilden – das kostet Kraft. Im Herbst konzentriert sie sich allein auf das Wurzelwachstum. Bis zum ersten Frost bildet sie ein dichtes Geflecht, das ihr im nächsten Sommer Trockenheit deutlich besser überstehen lässt.
Diese Stauden danken es Ihnen besonders
- Storchschnabel als pflegeleichter Bodendecker
- Sonnenhut und Astern für späte Insektennahrung
- Pfingstrosen, die ohnehin im Herbst gesetzt werden wollen
- Funkien für schattige Ecken
So gehen Sie vor
Lockern Sie das Beet spatentief und arbeiten Sie reifen Kompost ein. Das Pflanzloch sollte doppelt so breit sein wie der Wurzelballen. Setzen Sie die Staude so tief, wie sie im Topf stand, drücken Sie die Erde an und gießen Sie kräftig an – auch wenn es bewölkt ist.
Der Trick mit dem Mulch
Eine Schicht aus Herbstlaub oder Rindenmulch hält den Boden länger warm und schützt die jungen Wurzeln vor Kahlfrost. Im Frühjahr arbeiten Sie das verrottete Material einfach ein – ein natürlicher Dünger, der nichts kostet.
Was Sie vermeiden sollten
Pflanzen Sie nicht zu spät: Nach Mitte November reicht die Zeit bis zum Frost oft nicht mehr für eine sichere Einwurzelung. Verzichten Sie außerdem auf stickstoffbetonten Dünger – er regt jetzt unerwünschtes Blattwachstum an, das der erste Frost ohnehin zurücksetzt.
Wer im Oktober pflanzt, wird im Juni belohnt: kräftigere Horste, mehr Blüten und Pflanzen, die den ersten heißen Tagen gelassen entgegensehen. Ein paar Stunden Arbeit jetzt sparen viel Gießarbeit im kommenden Jahr.