Frische Farbe verändert einen Raum wie kaum etwas anderes – wenn das Ergebnis gleichmäßig wird. Streifen, Ansätze und Rollenspuren entstehen fast immer aus denselben vermeidbaren Fehlern. Mit der richtigen Technik gelingt die makellose Wand auch Anfängern.
Gute Vorbereitung spart Ärger
Reinigen Sie die Wand von Staub und Fett, spachteln Sie Löcher und schleifen Sie die Stellen glatt. Saugende oder fleckige Untergründe behandeln Sie mit Tiefengrund, sonst zieht die Farbe ungleichmäßig ein und es entstehen Wolken. Kleben Sie Kanten sauber ab und decken Sie den Boden vollständig ab – diese halbe Stunde zahlt sich aus.
Werkzeug und Farbe
- Eine deckende Qualitätsfarbe spart oft den dritten Anstrich
- Eine hochwertige Rolle mit mittlerem Flor verteilt die Farbe gleichmäßig
- Ein Pinsel für die Ecken und ein Abstreifgitter im Eimer
Die Nass-in-Nass-Technik
Das Geheimnis gegen Streifen heißt: nie auf bereits angetrocknete Farbe streichen. Arbeiten Sie Bahn für Bahn zügig weiter, sodass der frische Anstrich immer an die noch feuchte Kante anschließt. Beginnen Sie am Fenster und arbeiten Sie in den Raum hinein. Rollen Sie zuerst grob auf und verteilen Sie die Farbe dann kreuzweise, bevor Sie zum Schluss in eine Richtung glatt abziehen.
Gleichmäßig auftragen
Nehmen Sie genug Farbe auf, aber streifen Sie die Rolle am Gitter ab, damit sie nicht tropft. Zu wenig Farbe hinterlässt magere Stellen, zu viel läuft. Üben Sie einen gleichmäßigen Druck aus – am Ende einer Bahn nicht stärker drücken als am Anfang.
Der zweite Anstrich
Die meisten Farben decken erst nach zwei Durchgängen wirklich gleichmäßig. Lassen Sie den ersten Anstrich vollständig trocknen und tragen Sie den zweiten quer zur ersten Richtung auf. So gleichen sich kleine Unregelmäßigkeiten aus.
Streifenfrei streichen ist kein Hexenwerk, sondern eine Frage von Vorbereitung, gutem Material und zügigem Arbeiten. Wer nass in nass bleibt und nicht spart, blickt am Ende auf eine ebenmäßige Wand – und freut sich über den frischen Raum.